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Predigten
Ehe für alle PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kathrin Frowein   
Montag, den 17. Juli 2017 um 06:51 Uhr

Liebe Brüder und Schwestern,

als ich klein war, fuhr mein Vater einen weinroten Ford Granada.

Er war überzeugt vom Preis-Leistungs-Verhältnis, vom Verbrauch, von der Ausstattung und so weiter; für mich als kleines Mädchen war also klar: das ist das einzig wahre Auto.

...und wenn uns ein anderer Ford Granada begegnet ist, dann hab ich gewinkt und gerufen: "ein Bruder-Auto, ein Bruder-Auto! Noch einer, der das einzig wahre Auto fährt!"

Ich hab mich nur immer gewundert:

Wenn der Ford Granada das einzig wahre Auto ist - warum fahren dann nicht alle Menschen Ford Granada?

Gibt es nicht genug Ford Granada für alle?

Oder dürfen die anderen nicht?

Stimmt mit denen was nicht?

Später hat mein Vater dann mal einen VW-Bus gefahren;

eine Zeitlang war ein Fiat 500 unsere Familienkutsche,

ein VW Käfer, danach ein Audi,

und mir dämmerte irgendwann: die Menschen sind verschieden

und ihre Bedürfnisse

und Möglichkeiten auch,

also fahren sie auch verschiedene Fahrzeuge.

Nur die Verkehrsregeln, die sind für alle gleich. Jeder, der autofahren will, muss lernen, wie Rechte und Pflichten verteilt sind. Jeder muss die Prüfung ablegen, jeder muss sich dran halten - sie schützen den Einzelnen, machen es einfacher, miteinander zurecht zu kommen.

Gabe - und Aufgabe.

Daran muss ich denken, wenn die Debatte hochkocht um die "Ehe für alle".

Müssen wirklich alle Ford Granada fahren?

Ist die klassische Ehe zwischen Mann und Frau die einzig wahre Lebensform?

warum gibt es dann so viele andere?

Dürfen Schwule und Lesben wirklich heiraten?

Dürfen sie wirklich vor den Altar treten und Gott um seinen Segen bitten für ihre Partnerschaft?

Die katholische Kirche hat eine Lehrmeinung dazu, die ist eindeutig. Nein.

Die evangelische Kirche hat keine Lehrmeinung, keine einheitliche theologische Haltung.

Ich schon, und ich will Ihnen meine gerne erklären; aber das ist dann nur meine Meinung. Nicht die der ganzen evangelischen Kirche.

Ich persönlich bin überzeugt, Ja, Gott segnet auch Ehen aus zwei Männern oder zwei Frauen.

Und ich hoffe, ich darf Ihnen das erklären:

Gott hat die Menschen auf Beziehung hin geschaffen,

keiner* von uns kann allein überleben, so wie wir alle auch ohne Gott nicht leben können.

Der Ford Granada, der Fiat 500, das Moped, das sind die Beziehungen:

völlig unterschiedlich, wie die Menschen und ihre Bedürfnisse.

Und genau wie für den Straßenverkehr gibt es für die Beziehung der Menschen auch sowas wie Verkehrsregeln:

Die Beziehungen unter uns Menschen sollen gekennzeichnet sein von 1. Treue, 2. Dauer und von 3. Respekt - so wie halt Gott auch selbst mit uns Menschen umgeht:

lebenslang, treu und respektvoll.

An der Ehe bildet sich exemplarisch die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen ab.

Hingebungsvolle, lebenslange Liebe in Treue und Respekt,

das sind die Verkehrsregeln, die für die Beziehungen unter uns Menschen gelten, für die ganzheitlichen Beziehungen, die wir Menschen brauchen und die unter besonderem Schutz stehen;

Rechtsform dafür ist die Ehe, sie hat eine gesellschaftlich tragende Funktion für die Erhaltung des Gemeinwesens und die Weitergabe des Lebens.

Die Ehe ist eine dauerhafte, umfassende, verbindliche und monogame Form der Lebensgemeinschaft. Eine im Vertrauen auf Gottes Hilfe eingegangene, freiwillige Selbstbindung aus geschenkter Freiheit heraus.

"Die beiden werden ein Fleisch sein", und so sind sie nun nicht mehr zwei, sondern eins -

zum Einswerden braucht es neben der körperlich-sexuellen auch eine geistig-seelische Beziehung zwischen den Partnern, die im anderen ein Gegenüber mit eigener Würde und eigenem Empfinden sieht.

Dazu ist die Ehe da.

Sie bietet Geborgenheit für Sexualität. Glück und Unglück werden geteilt. Eigene Interessen und Ziele werden nicht auf Kosten des anderen verfolgt. Sie schafft verlässliche Bedingungen für das Heranwachsen der nächsten Generation. Der Lebensraum der Ehe schützt die Liebe.

Für die Ehe gibt es bestimmte Rechtsformen - zB etwa wie das ist mit der Über- und Unterordnung der Eheleute zueinander

oder wie das funktioniert mit der Scheidung;

diese Rechtsformen und -normen sind zeitbedingt. Jesus hat die Rechtsform der Ehe zu seiner Zeit heftig kritisiert. Er hat sie massiv verschärft, dass das Verfahren zur Scheidung unfair ist.

Paulus hat dann später kritisiert, dass nur die Frauen die Männer lieben sollen; das hat er umgedreht, hat gesagt, ihr Männer, liebt eure Frauen genauso wie andersrum!

Das kam den Verheirateten damals vielleicht genauso schräg vor wie unsere Vorstellung heute, dass natürlich auch Frauen Frauen heiraten können und Männer Männer. Die "Ehe für alle", für alle Erwachsenen, wohlgemerkt.

Ich kenne die Bibelstellen wie etwa das Gebot "der Mann soll nicht beim Manne liegen" (Lev 18,22)

Aber das Wort Gottes ist doch nicht zeitlos. 

"Das Wort Gottes ist nicht zeitlos. Sondern es ist ewig. Wenn es aber ewig ist, dann muss es in jeder Zeit, in der wir Menschen es hören, unserer Zeit angemessen ausgelegt werden.

Das hat das Christentum immer getan – mit den Methoden der jeweiligen Zeit, mit den Themen der jeweiligen Zeit und mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten der jeweiligen Zeit.

In der Frühzeit des Christentums waren familiäre Bande ein großes Hindernis auf dem Weg zum wahren Glauben. Drum sagt Jesus: wer ist meine Mutter, wer sind meine Geschwister? - die, die den Willen meines Vaters tun, die sind mir Bruder und Schwester und Mutter.

Im Mittelalter waren Frauen Gefäße des Teufels, weil sie Männer zu verführen in der Lage waren, und was tut der Teufel anderes, als Menschen zu verführen?

Diese Haltung führ dazu, dass sich in manchen Familien Frauen verschleiern müssen.

Im Jahr 2017, hier in Garching,

Brüder und Schwestern, das ist für mich ein Skandal - nicht die Ehe für alle.

Mitten unter uns leben Familien, die ihren Mitgliedern die Rechte aus der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vorenthalten und tun, als wären wir im Mittelalter!

Sie nehmen die Töchter aus dem Sportunterricht, sie lassen sie nicht auf Klassenfahrten mitfahren und verbieten den Aufklärungsunterricht, vom Jungfräulichkeitswahn und der Zwangsehe ganz zu schweigen; das verstößt gegen das Gebot der Nächstenliebe und gegen die Gottebenbildlichkeit.

Nicht die Ehe für alle.

Das Christentum hat gleich nach seiner Entstehung damit angefangen, biblische Vorschriften so auszulegen, dass sie mit dem eigenen Leben vereinbar sind, und: das Christentum ist durch die Aufklärung gegangen.

Und der Geist, der für diese Auslegungen in Anspruch genommen wurde, war nicht etwa der Zeitgeist, sondern der Heilige Geist!

Wenn ich jetzt die Ein-Eltern-Familie, die Homo-Ehe, die Patchworkfamilie gleichwertig neben die Familie des 19. Jahrhunderts stelle - dann tut es den einen weh, und die anderen jubilieren.

Aber die Kräfte der Beharrung sind naturgemäß immer erstmal stärker als die der Erneuerung - deshalb müssen sie aber nicht recht haben.

Als am 1. September 1958 Elisabeth Haseloffals erste Frau Deutschlands zur Pfarrerin ordiniert wurde, war es wohl ähnlich:

Auf der einen Seite eine große Freude, dass dieser Schritt nun endlich vollzogen wurde -

auf der anderen Seite eine große Empörung, weil die Frau in der Gemeinde doch nach wörtlicher Interpretation der Bibel zu schweigen habe (1. Kor 14,34).

Ich kann mir gut vorstellen, dass 1958 Fragen gestellt wurden wie diese:

"Seit wann gilt denn Gottes Wort nicht mehr?"

Mittlerweile ist es für uns evangelische Christinnen und Christen in Deutschland selbstverständlich, dass wir Frauen nicht nur ordinieren, sondern auch zu Bischöfinnen wählen. (Frank Muchlinsky)

Ihrem historischen Kontext entsprechend lehnt die Bibel gleichgeschlechtliche Sexualpraktiken als Ausdruck einer gestörten Gottesbeziehung ab;

aber die natürlich-organische Basis des Lebens wird mehr und mehr entziffert.

Wir sind durch die Aufklärung gegangen.

Deshalb verändert sich unser Bild vom Menschen, unsere Vorstellung, was normal ist.

Die heterosexuell liebenden Menschen, die klassischen Ehepaare aus Mann und Frau sind, denke ich, in der Mehrheit.

Erst, wenn sie etwa 40% einer Gruppe bilden, werden "die anderen", die Homosexuellen, nicht mehr als Außenseiter oder Fremdkörper wahrgenommen , sondern als Teil des Ganzen;

Denn Menschen mögen Menschen, die ihnen ähnlich sind. Denn wir haben dann das Gefühl, den anderen gut einschätzen zu können. Außerdem gibt mir ein ähnlich gestricktes Gegenüber das beruhigende Gefühl, selbst ganz okay zu sein.

Aber führen wir uns vor Augen, wozu die Ehe da ist!

Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung (Art 6 GG), weil sie wichtige Aufgaben und Lasten für die Gemeinschaft übernehmen,

zB in der Kindererziehung oder bei der Pflege alter, kranker und behinderter Menschen,

und weil sie (=Ehe und Familie) die zwischenmenschlichen Beziehungen ordnen, schützen und stabilisieren.

Keine Silbe muss man ändern, wenn da zwei Männer die Ehe schließen möchten oder zwei Frauen.

Gott, der Schöpfer, vertraut uns das Leben der ungeborenen und geborenen Kinder an. Sie sollen geschützt aufwachsen und sich entfalten, und in Zukunft selbst Verantwortung für das Leben der nachfolgenden Generationen übernehmen:

das gilt auch für Homosexuelle.

Es entspricht doch garantiert Gottes Willen, dass auch ihre Sexualität im Rahmen einer ganzheitlichen, liebe- und respektvollen, treuen, monogamen und lebenslangen Beziehung gelebt wird - statt im rechtsfreien Raum.

Dadurch, dass auch Homosexuelle die Ehe eingehen dürfen, werden die anderen Ehen, die heterosexuellen Ehen, doch nicht in Frage gestellt. Sie nehmen ihnen nichts weg.

Sie kennen die Geschichte von den Arbeitern im Weinberg: die, die am frühen Morgen schon engagiert worden waren und den ganzen Tag schon im Weinberg geschwitzt haben, sie sind neidig auf die, die später kommen. Sie hoffen, dass sie dann mehr kriegen.

Aber der Weinbergbesitzer steht dazu: ich entlohne diese Neuen jetzt mit derselben Silbermünze wie bisher euch. Und er fragt: was siehst du so scheel drein, weil ich so gütig bin?

Kann ich nicht mit meinem Geld machen, was ich will?

Das gilt auch für seinen Segen!

- den Trau-Segen für zwei Menschen, die sich lieben und achten und treu sein wollen, bis der Tod sie scheidet.

Er verliert kein kleines bisschen an Wert, weil jetzt eine Lebensform dazukommt, die auch um Gottes Hilfe bittet für ein Leben in Treue, auf Dauer und in Respekt.

Und selbst wenn Gott was gegen Homosexuelle hätte: denken Sie doch an Jakob und Isaak! Jakob hat sich den Erstgeburtssegen erschlichen, er stand ihm überhaupt gar nicht zu! - drum war Jakob auch unsicher, ob der jetzt gilt oder nicht, und ist vorsichtshalber vor seinem Bruder geflohen.

Und Gott erschien ihm im Traum, und er sah die Leiter zwischen Himmel und Erde, an der die Engel auf- und abstiegen. Jakob hat sich den Segen ergaunert - und Gott hat ihn bestätigt.

Isaak war blind und hat versehentlich den falschen gesegnet, und trotzdem ist sein Segen gültig gewesen - denn nicht der Mensch segnet. Sondern Gott.

Ich kann und muss auch die heterosexuellen Paare nicht prüfen vor ihrer Trauung, ob auch nichts Kritisches meinen wachsamen Augen entgangen ist; im Gegenteil, ich kann blind sein und versehentlich die falschen segnen - trotzdem wird der Segen gültig sein, denn nicht der Mensch segnet, sondern Gott!

Ist es meine Aufgabe als Christin, Segen für liebevolle Beziehungen unter erwachsenen Menschen von dieser Welt fernzuhalten? Menschen wegzuschicken, die Gott um seinen Segen bitten und sich die Treue versprechen wollen?

Ist Sexualität nur untergeordnet unter den Wunsch der Fortpflanzung eine Gabe Gottes - und sonst ein Gräuel? Ich kann das nicht glauben.

Warum fahren nicht alle Menschen Ford Granada?

Weil ein Fahrzeugtyp nicht für alle passt!

Ich fahr heute Moped, und die Jutta fährt Fiat 500 und der Christian Mazda und der Radko Mercedes.

Die Menschen und die Bedürfnisse sind verschieden.

Die einen leben allein, die zweiten als Ein-Eltern-Familie, die dritten in kinderloser Partnerschaft oder Ehe, die nächsten in Fortsetzungsfamilien, die vierten in Wohngemeinschaften, und etliche leben in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, mal mit und mal ohne sexuelle Beziehung, mal gewollt, mal ungewollt.

Gott will nicht Gleichförmigkeit.

Gott will Gottebenbildlichkeit.

auch für unsere Beziehungen, unsere Ehen:

in Treue, in Respekt und auf Dauer, in guten und schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod sie scheidet. Amen.

 
Predigt Rogate 2017 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kathrin Frowein   
Dienstag, den 23. Mai 2017 um 09:35 Uhr

Liebe Brüder und Schwestern,

so schön wie in Garching/Laudate ist es ja überhaupt nirgendwo.

Alle Kollegen kommen gern her und halten hier Gottesdienst - (Christoph Fuchs, Herbert Wasner, Katarina Freisleder, Martina Buck..)

weil nette Leute da sind, weil viele Leute da sind, weil die Kirche schön ist und gut gepflegt,

weil sich das Team gut verträgt und weil viel Leben im Haus ist - auch bei den Kindern und in der Jugend.

Kirche und Gemeindehaus sind relativ jung, wir haben auch nur eine (!) Kirche; da geht dann zwar mal a Zeitlang die Glockenanlage nicht, aber es fällt nicht gleich der Kirchturm um, wie woanders; die Baulast ist relativ gering. Wir müssen nicht jeden Cent in Renovierung und Restaurierung stecken;

wir leisten uns statt dessen eine wunderbare Sekretärin,

und weil wir dank der Kirchenvorsteher keine Mesner brauchen, bleibt auch noch Geld über für eine Jugendbeauftragte.

Wir sind auf der Insel der Seligen;

und in Garching Laudate ist es möglich, auf ganz vielen Kanälen zu predigen.

Wir predigen mit den Mitarbeitenden im Gottesdienst, ganz klar;

aber bei uns "predigt" auch die Tatsache, dass wir Jugendräume haben

und eine Mitarbeiterin für die Jugend.

Damit setzen wir um, dass Jesus die jungen Menschen auch ansprechen will.

Es predigt die Tatsache, dass Woche für Woche Kindergottesdienst ist.

Jedes Jahr Kinderbibelwoche.

Jedes Jahr Kinderzeltlager.

Aber auch dass es einen Besuchsdienst gibt, eine Spätlese, einen Chor:

viele Sprachen und Arten, zu predigen und zu verkündigen, nicht nur mit Worten, nicht im Talar, sondern mit Gesten und Liedern, mit Sorge umeinander und füreinander, mit Unterstützung;

ich finde auch, dass das Straßenfest "predigt". Drei Tage lang feiern, Biergarten, Reden und Lachen, da sind wir vielleicht an den Festen zur Zeit der ersten Christen, der Apostel, der Jünger, näher dran als mit manchem Gottesdienst - wir sagen ja, wir "feiern" Gottesdienst, aber vom Feiern merk ich manchmal am Straßenfest mehr.

Es ist Gold wert, dass wir da mitten drin mitfeiern, mit dem schönsten Festplatz - auch wenn die Gäste noch lang nicht evangelisch werden, bloß weil sie im Schatten der evangelischen Kirche ihr Bier trinken.

Aber im Dunstkreis der Kirchengemeinde kann man sich anstecken mit Gottvertrauen

und Hoffnung und Zuversicht, dass es sich lohnt, mit Gott zu rechnen und zu leben.

Wo stehen wir als Kirche, als Christenheit im Jahr 2017?

Auf der Insel der Seligen?

Oder doch auch mal auf verlorenem Posten?

Ist die Kirche out?

Zugegeben - die Laudatekirche ist voll; aber die Allianzarena ist voller.

Unsere Jugendarbeit ist cool. Aber die Konkurrenz schläft nicht.

Und apropos Schlafen, auch fromme Leute sagen, Sonntag früh muss ich ausschlafen. Gottesdienst ist mir nicht so wichtig. Gottesdienst ist langweilig.

Für ganz viele.

Auch bei mir.

Und zwar nicht, weil ich es grundsätzlich falsch mach,

und weil man es nur richtig machen müsste -

sondern weil der Gottesdienst als solches ein vormodernes Relikt ist.

Er war mal der Treffpunkt fürs ganze Dorf, für alle Bürger.

Dem Gottesdienst ferngeblieben sind nur die, die den Stall gemacht und das Vieh versorgt haben. Alle anderen waren im Gottesdienst, haben sich getroffen, sich ausgetauscht, sich informiert und anderen Informationen gegeben. Den hat man nicht verpasst.

Bis zur Reformation war Gottesdienst Messfeier,

ein Ritual, nur der Pfarrer hat so ganz genau gewusst, was er tut, wenn überhaupt.

Die Reformatoren haben dann das Predigen groß wieder eingeführt.

Da war revolutionär!

auf Deutsch!

Information!

Information über Glaubensfragen,

Bildung,

wissender Glaube,

Freiheit des Glaubens,

die Menschen dürften den Pfarrern an den Lippen gehangen haben.

Mit demselben Wissensdurst, der gleichen Neugier und vielleicht sogar Sensationslust, mit der die Konfirmanden heute am Smartphone hängen.

Aber nicht, weil die Pfarrer damals besser gewesen sind

oder die Gemeindeglieder,

sondern weil es andere Zeiten waren und andere Rahmenbedingungen.

Jesus hatte auch andere Rahmenbedingungen. Er hat auch verkündet,

aber auch nicht im schwarzen Talar sonntags um zehn;

was wir unter "Bergpredigt" kennen, ist ja keine Predigt, sondern eine Sammlung von Zitaten, von Aussagen aus konkreten Gesprächen mit konkreten Menschen.

Statt dessen hat er verkündigt, wo er ging und stand; beim Essen; beim Spazierengehen; beim Getränkeholen; bei Begegnungen mit Kindern; bei Begegnungen mit Prominenz aus Gesellschaft und Religion; am Krankenbett und so weiter.

Jesus war einerseits sehr eng im Kontakt mit seinen Mitmenschen; und er war andererseits, denke ich, ziemlich hartnäckig. Ganz der Vater.

Ich bin überzeugt, auch Gott ist hartnäckig.

"Betet ohne Unterlass!", ruft uns der heutige Bibelabschnitt für die Predigt zu.

Wenn ihr euren Vater im Himmel wirklich bittet, dann wird er euch geben, was ihr erbittet;

drum bleibt hartnäckig.

Und genauso bleibt doch auch Gott hartnäckig.

Die Ermunterung, dran zu bleiben, die gilt doch nicht nur uns;

nicht nur wir sollen Durststrecken durchhalten und dranbleiben,

auch wenn die Kirche mal leer ist und wir uns auf verlorenem Posten fühlen;

sondern auch Gott bleibt dran, wenn er scheinbar auf verlorenem Posten steht,

und genauso hartnäckig wie der bittende Freund im Evangelium

bleibt Gott auch an den Menschen dran.

Und wenn die Menschen nicht mehr in den Gottesdienst gehen wollen,

dann wird er sie auf andere Weise finden und ansprechen.

Und wenn die Menschen nicht mehr Kirchenmitglied bleiben wollen, dann wird Gott sein Bodenpersonal - sprich, uns alle - woanders hinschicken, damit wir die Menschen finden und ansprechen, wo wir gehen und stehen - beim Essen; beim Spazierengehen; beim Getränkeholen; bei Begegnungen mit Kindern; bei Begegnungen mit Prominenz aus Gesellschaft und Religion; am Krankenbett und so weiter.

Im Chor, am Straßenfest, auf der Kinderfreizeit, in der Spätlese, im Zeltlager und am Arbeitsplatz.

Wir haben, nach Auf und Ab und hin und her, derzeit wieder die gleiche Gemeindegliederzahlen wie 1971.

Wir haben aber wesentlich mehr Gemeinden.

Und auch mehr Pfarrer.

Drum kommen uns die Kirchen oft so leer vor,

drum fühlen sich die Christen manchmal so vereinzelt.

Aber man erreicht Menschen auch jetzt nicht mehr nur sonntags um zehn über die Predigt; statt dessen haben sich unsere Möglichkeiten vervielfacht. Predigen, verkündigen, über Gott reden, für Jesus werben, das geht jetzt auch per Whatsapp! Da gibts ein Kreuz als Symbol. Eine Kirche. Betende Hände. Eine brennende Kerze. Ein Smiley mit Heiligenschein.

Das schreit doch nach religiöser Kommunikation,

und danach, dass wir alle Gott anrufen, immer wieder.

Anrufen, oder skypen, ihn ans Steuer lassen, und auf Erlösung hoffen.

Denn Erlöstwerden wollen die Menschen genauso wie früher.

Im Alten Testament gibt es seitenlange Vorschriften für Opfer und Speisevorschriften;

heute lebt man vegan und versucht mit Speisevorschriften ein langes Leben zu verdienen und vom metabolischen Syndrom erlöst zu werden.

Früher ist man gewallfahrtet - heute geht man joggen,

früher hat man im Tempel Opfer gebracht, heute verbringt man Quality time mit Kindern und seinem Partner. Die Menschen sehnen sich nach Erlösung, genauso wie früher,

und dass sie Erlösung bei Gott finden, das musste Jesus verkünden und Paulus und davor die Propheten und Schriftgelehrten,

und heute müssen wir es verkünden, denn von selber kommen wir Menschen da nicht drauf.

Aber wir stehen damit nicht auf verlorenem Posten, lassen Sie sich das nicht einreden; im Gegenteil, wir sind genau da, wo es das Leitbild der Laudategemeinde verortet: mitten im Leben.

Die Insel der Seligen.

Gestern haben wir hier drei Kinder getauft.

Beten Sie für diese Kinder,

dass sie zum Glauben finden,

dass wir sie vor der Konfirmation wiedersehen,

dass sie behütet durchs Leben finden.

Vorletzte Woche haben hier zwei Menschen Hochzeit gefeiert.

Beten Sie für dieses Paar.

Beten Sie, dass deren Ehe so lang hält wie die vom Ehepaar Arndt;

beten Sie für das andere Brautpaar, dass die Hochzeit absagen musste.

Die Woche da davor stand hier ein offener Sarg mit einem ziemlich jungen Menschen;

beten Sie für seine Eltern, seine Familie, für seine junge Witwe.

Beten Sie - obwohl er tot ist.

Obwohl ja ganz offensichtlich ganz viele Gebete nicht erhört worden sind,

sonst wäre da kein Sarg gewesen,

garantiert hatten die Seinen gebetet, dass er gesund wird.

Und Gott hat Nein gesagt.

Keiner weiß, was er sich dabei gedacht hat.

Als ich klein war, stand ich total auf Heintje:

Mamatschi, schenk mir ein Pferdchen...

ein tottrauriges Lied, der Bub wünscht sich immer ein Pferd.

Und er kriegt eins aus Marzipan, er kriegt eins aus Holz, am Schluss kommen Trauerpferde und holen seine Mutter... Ich krieg heute noch Gänsehaut.

Gott erfüllt uns nicht jede Bitte, und nicht jede erfüllt er so, wie wir uns das vorstellen; aber er lässt sich auch nicht abwimmeln. Und so wie wir um alles bitten und beten sollen,

so wirbt auch Gott weiter um diese Erde und ihre Bewohner,

wirbt um Ihre Mitmenschen, Ihre Kinder und Enkelkinder, die Nachbarn und Freunde, dass sie zum Glauben finden und Christen werden und Erlösung von Gott erwarten und von nichts anderem.

Er wirbt und kämpft um uns ohne Unterlass.

Also werben und missionieren auch wir. Ohne Unterlass, ohne aufzugeben.

Laden andere ein - wenn nicht hierher in den Gottesdienst,

dann woanders hin, in diese Gemeinde, auf diese Insel der Seligen,

weil man sich hier auf vielerlei Weise anstecken kann mit

Gottvertrauen und Hoffnung. Hoffnung, dass Gott erlöst.

Weil man sich anstecke kann mit der Zuversicht, dass es sich lohnt, mit Gott zu rechnen.

Mit Gott zu leben.

 
Predigt zum 1. Advent 2016 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sabine Brand-Lehmann   
Montag, den 28. November 2016 um 08:18 Uhr

Liebe Brüder und Schwestern,

ja, ist denn schon wieder Advent? - mir ist noch gar nicht danach!

- das sagen die einen.

Die anderen haben am ersten Advent schon alle Plätzchensorten fertig, und auf der langen Liste der zu Beschenkenden sind nur noch einzelne nicht abgehakt.

Intensiv genug wird man ja ab September in jedem Geschäft dran erinnert.

Dabei ist der Advent gedacht als Zeit der Vorbereitung; und an Heilig Abend beginnt die weihnachtliche Freudenzeit, und die reicht bis Maria Lichtmess im Februar.

Probieren Sie das mal aus, damit Ernst zu machen. Lassen Sie doch mal ganz bewusst den Advent im Advent, beginnen Sie Weihnachten wirklich erst mit dem Heiligen Abend und begrüßen sie irgendwen Mitte Januar auf der Straße mit "Fröhliche Weihnachten!". Sie ernten vermutlich Irritation.

Denn jetzt ist es so, dass die Vorbereitungszeit irgendwann im September beginnt; ab dem ersten Advent, spätestens, ist eigentlich Weihnachten, vier Wochen lang;

und mit dem Finale, mit den Geschenken und dem Kirchgang am Heilig Abend, oder spätestens am Tag drauf, ist dann Schluss.

Und eigentlich - ist das doch auch total gleich.

Zumindest theologisch und liturgisch gedacht ist eigentlich gar nichts dagegen einzuwenden, Weihnachten einfach vorzuverlegen in den Advent, und den Advent in den Herbst.

Ich hab selber lang auch Spekulatius und Lebkuchen boykottiert vor dem Advent und immer geschimpft, wenn die Stadt ihre Beleuchtung schon montiert, bevor auch nur der Ewigkeitssonntag vorbei ist.

inzwischen denk ich mir aber: warum eigentlich?

Letztlich kommt es doch nicht drauf an, dass Weihnachten unbedingt pünktlich gefeiert wird - wann Jesus genau geboren wurde, wissen wir sowieso nicht.

Vielmehr als auf den genauen Tag im Kalender kommt es doch darauf an, dass die Menschwerdung Gottes überhaupt gefeiert wird. Verstanden wird, gepredigt wird, besungen wird, meditiert, in ihrer unglaublichen Bedeutung erfasst. Ob a bisserl früher oder später im Jahr - ist egal.

Zu Ende gedacht hätten wir leicht gestern nachmittag schon den Christbaum aufstellen und schmücken können; dann freuen wir uns vier Wochen lang dran bis zum Heiligen Abend.

Nur - das müssen wir dann natürlich auch tun: Uns dran freuen. Aber so richtig.

Uns richtig dran freuen, mit kindlich weihnachtlicher Freude!

und wenn wir es uns recht überlegen, dann haben wir wahrhaftig allen Grund dazu!

Auch wenn wir groß sind und nicht mehr mit wahnsinns Weihnachtsgeschenken rechnen. Auch wenn wir alles schon so oft gefeiert haben, dass die vielen Wiederholungen vielleicht den Glanz etwas abschwächen - zumindest mir geht´s an Heilig Abend nach dem vierten Gottesdienst so (drum macht den heuer Lektor Fuchs, ich danke dir jetzt schon).

Aber alle Geschenke und aller romanischer Zauber sind ja sowieso nur ein matter Abglanz, ein müder Vorgeschmack jener wahnsinns Geschenke, die wir von Gott bekommen haben;

und die sind ja nun wahrhaftig Grund zum Feiern!

woran ich denke? Geschenk Nummer eins haben wir grad letzte Woche wieder mal ausgepackt und gefeiert! : letzten Sonntag haben wir der Verstorbenen gedacht, und für diese Verstorbenen und für uns haben wir Hoffnung auf Ewigkeit und auf ein Wiedersehen!

An Weihnachten feiern wir Geschenk Nummer zwei: die Menschwerdung Gottes, den Weg Jesu Christi vom Stall zur Auferstehung, und damit den Frieden zwischen Himmel und Erde.

Das Bibelwort für die Predigt heute verspricht uns ein drittes Geschenk:

Gott ist uns Menschen jetzt exakt genauso nah wie unseren Vätern im Glauben, so nah wie dem Mose am brennenden Dornbusch, so nah wie den Israeliten in Wolken- und Feuersäule, so nah wie den Jüngern zur Erdenzeit Jesu und bei der Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten.

Drei riesen Geschenke: Ewiges Leben, Friede mit Gott und die innige Nähe Gottes zu uns, diese drei Geschenke sind der Kern der christlichen Hoffnung. Das sind die Kohlen im Feuer unseres Lebens, die Glut unseres Glaubens, die Wärme, die Energie und das Licht.

Ich versteh nicht viel vom Grillen.

Aber so viel immerhin hab ich begriffen, nach zehn Jahren Straßenfest: es reicht nicht, die kalten Kohlen aus dem Sack in den Grill zu kippen und die rohen Würstchen auf den Rost zu legen.

Wenn man den Grill anheizen will, darf man nicht mit den großen, schwarzen Kohlebrocken anfangen; sondern man nimmt zB Anzünder, Späne in Wachs getränkt oder ähnliches; die lodern ganz hell auf, brennen sofort, und gerade lang genug, um die Kohle zu erwärmen und sie irgendwann tatsächlich glühen zu lassen.

Und die wärmt, die heizt dann richtig lang, auch wenn die Anzündhilfe längst verbannt und zu Asche zerfallen ist - und trotzdem war sie am Anfang hilfreich.

Mit unseren großen christlichen Hoffnungen ist es genauso.

Hoffnung auf ewiges Leben, Hoffnung auf Friede mit Gott und innige Nähe zwischen Himmel und Erde - das sind die großen, gehaltvollen Brocken, das sind die Kohlen im Feuer unseres Glaubens.

Damit diese Hoffnungen warm werden, damit sie glühen und wärmen und leuchten können, dazu muss man sie anheizen. Man muss sie auflodern lassen mithilfe von etwas leichterer Kost:

Mit Adventsmusik, den Oratorien und Messen, mit Beleuchtung, mit Duft und mit Kerzen, mit den Geschichten aus der Bibel und aus dem Volksmund, mit dem Magnificat, mit der Frühschicht im Advent und von mir aus auch mit Plätzchen und Glühwein.

Die Stadt ist in der Vorweihnachtszeit voll mit Hinweisen und Symbolen, und kein Mensch verbietet uns, sie uns inhaltlich vom Einzelhandel zurückzuholen oder sie ganz im eigentlichen Sinn zu sehen: Jeder Stern, und sei er im Schaufenster von der Buchhandlung oder vom Schuhgeschäft, ist zunächst mal ein Hinweis auf die Gegenwart Gottes, ganz wie der über dem Stall von Betlehem.

Jede Krippe erinnert, dass Jesus Mensch war aus Fleisch und Blut; ob die Krippe unter einem Christbaum steht oder beim Metzger auf der Theke, ist für die Bedeutung dabei egal.

Jeder Christbaum soll in mir Hoffnung wecken auf´s Paradies, auch wenns der Christbaum vor dem Rathaus in München auf dem Marienplatz ist.

Jede Lichterkette erinnert mich, dass Gott stärker ist als alle Dunkelheit dieser Erde,

und jedes Geschenk, so kostbar und liebevoll es auch sein mag, ist immer nur ein müder Hinweis darauf, wie kostbar die Geschenke des Himmels uns allen sind.

Nutzen Sie all diese Hinweise, ganz egal, wo Sie sie finden, gezielt zum Anheizen - zum Anheizen Ihrer christlichen Weihnachtsfreude, um in Kontakt zu kommen mit der eigenen Sehnsucht nach Geborgenheit und nach Liebe, nach Erfüllung und Heimat. Besonders hilfreich ist es natürlich, ein Baby im Arm zu halten.

Wenn Sie dazu Gelegenheit haben - spüren Sie diese Nähe bewusst, kosten Sie den Moment aus, die Hilflosigkeit, die Bedürftigkeit dieses kleinen Wesens, darin gespiegelt spüren Sie Ihre eigene Bedürftigkeit. Und machen Sie sich bewusst: so klein wurde Gott. So klein und so nah. So bedürftig.

Simeon hat im Tempel darauf gewartet, den Erlöser zu sehen; uns als ihm Maria den neugeborenen Jesus in die Arme gelegt hat, hat er gewusst, hat gespürt, meine Augen haben dein Heil gesehen - jetzt ist meine Hoffnung erfüllt. Mehr braucht ein Mensch nicht zum ewigen Leben.

Meine sehr kinderreiche Verwandtschaft in Berlin hat eine Tradition in der Vorweihnachtszeit, mancher kennt die Idee:

am ersten Advent wird die Krippe aufgestellt mit dem Stall und Ochs und Esel;

die Figuren dagegen wandern in der Vorweihnachtszeit durch die Wohnung und nähern sich erst allmählich ihrem Platz an.

Heimlich positioniert die Mutter täglich neu die Figuren;

da steht dann vielleicht der Josef erstmal neben dem Fernsehgerät; schauen Sie ihn bewusst an, versetzen Sie sich hinein in ihn; scheinbar stand er ja nur daneben bei dem Wunder von Christi Geburt. Vielleicht sind ja auch Sie schonmal Zeuge eines Wunders gewesen, direkt danebengestanden, vielleicht haben auch Sie schonmal durch Ihr Dasein ein Wunder der Menschwerdung erst möglich gemacht?

Die Weisen aus dem Morgenland haben den weitesten Weg zum Stall; vielleicht stellt sie die Mutter erstmal ins Bücherregal, zu den Reiseführern und den Atlanten, und wer sie dort stehen sieht, macht sich bewusst, was für eine ferne Welt da mit betroffen ist von Christi Geburt.

Vielleicht findet jemand die kleine Figur von Maria - zum Beispiel im kalten Hausflur, im Schuhregal. Vielleicht erinnern Sie sich dann dran, wie es ist, ohne Schutz unterwegs zu sein, hoch schwanger, ohne die Mutter, ohne die Familie - und dabei zuzulassen und zu spüren: da wächst etwas in mir. Ich bin Schauplatz für ein göttliches Wunder. Und so innig, wie Maria verbunden ist mit dem Kind im Bauch, so innig ist Gott verbunden mit uns.

Was gehört noch in die Krippe? - die Hirten. Wo stellen wir die in der Wohnung hin? Schafe haben wir keine; dann kommen sie vielleicht zu den Meerschweinchen. Sie hüten die Tiere, bis sie die himmlischen Heerscharen singen hören,

und dann spüren Sie die Sehnsucht nach Gott so stark, dass sie sogar die Tiere verlassen. Wie stark, wie unwiderstehlich muss diese Sehnsucht sein!!?

Heizen Sie Ihre Sehnsucht und Ihre Weihnachtshoffnungen an, und nutzen Sie dazu alle Möglichkeiten. Ziehen Sie alle Register! Weihnachten ist nicht nur ein stimmungsvoll- romantisches Winterfest; es ist vor allem DAS Fest unserer Sehnsucht und unserer Zuversicht.

Eigentlich könnte hier heut schon der Christbaum stehen, im vollen Lichterglanz, und wir könnten aus vollem Halse "Stille Nacht singen", vor alle die wichtigsten Worte:

durch der Engel Halleluja

tönt es laut von Fern und Nah

Christ, der Retter, ist da!

Amen.

 
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