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FVCML0208 10
Predigten
Entdeckungen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Pfrin. Haupt-Mertens   
Sonntag, den 10. Juni 2007 um 00:00 Uhr
Entdeckungen der Art, wie Madame Curie sie machte, deren Biographie ich mit 15 Jahren verschlang und die mich dazu verleitete, mit Freunden einen Chemie-Club zu gründen, habe ich in meinem Leben nicht gemacht. Aber der Traum hielt sich lange – bis zum Abitur... Keiner von uns hat je einen Nobelpreis erhalten.
Das Gebiet, auf dem ich Entdeckungen machte war anderer Art:
Ich entdeckte, wie ein anderer Mensch sich entdeckt, wenn ich etwas von mir preisgebe:
einen Schmerz, eine Schwierigkeit, eine Sehnsucht… entdecke immer wieder, wie der andere sich dann plötzlich erlaubt, diese Regung auch in sich wahrzunehmen und preiszugeben.
Ich entdeckte, dass Gott mir viel mehr zutraut in meinem Leben und mit meinen Gaben, als ich mir selbst – und daran bin ich gewachsen.
Ich entdeckte, dass es ganz wunderbar ist, vor Gott zu schweigen und dass ich gar nicht immer reden muss beim Beten, dass ich lauschend da sein darf und dabei viel mehr von mir und Gott erfahre.
Und dann gab es Momente in meinem Leben, in denen ich entdeckt wurde und werde:
Wenn ein anderer etwas in mir sieht, was ich zu verbergen suche: „du wirkst so beschwert, was ist mit dir“?
Wenn ein anderer eine Schönheit in mir entdeckt, derer ich mir selber gar nicht bewusst bin…
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Nikodemus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Pfrin. Frowein   
Sonntag, den 03. Juni 2007 um 00:00 Uhr
Liebe Brüder und Schwestern,

ein Nachtgespräch zwischen Jesus und einem Mann über das, worauf es wirklich ankommt.

nach einem schweren Unfall oder nach einer Krankheit besinnen sich manchmal die Menschen. Sie überlegen, was war mir bisher wichtig? Erfolg? Beruf? Karriere? Kontostand? was war es? und vielleicht sind plötzlich ganz andere Sachen viel brennender: nicht mehr die "harten Fakten", sondern manches, was bisher eher im Hintergrund stand. Was schon da war, aber oft zu kurz kam, "das zweite Programm" sozusagen:

dass man auch mal glücklich war. dass man sich versteht. dass es Freunde gibt. dass einen jemand gern hat. Dass man irgendwas Gutes getan hat, vielleicht auch ohne dass es jemand gesehen hat.
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Christi Himmelfahrt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Pfrin. Frowein   
Donnerstag, den 17. Mai 2007 um 00:00 Uhr
Liebe Brüder und Schwestern,
bestimmt haben Sie schonmal ein Babyfoto in Händen gehalten von jemandem, den Sie als Erwachsenen kennen. Sie haben die runden Bäckchen angeschaut, die Speckfältchen auf den Armen vielleicht, die großen Kinderaugen –

und dann gingen Ihre Blicke oder auch nur die Gedanken zu dem Erwachsenen, den Sie jetzt kennen, mit Bart und Brille vielleicht oder Dauerwellen und Lippenstift, und unwillkürlich fragt man sich doch: wo ist das Kind hingegangen? wo ist dieser süße kleine Fratz hinverschwunden, der dieser Erwachsene einmal war?

Ähnlichkeiten entdeckt man noch, manches Grübchen, ein bestimmtes Lächeln -

und natürlich ist jedem klar, nichts ist „verschwunden“, sondern genau die selbe Person lebt eben jetzt als Erwachsener weiter, wo früher einmal das Baby war.

Und genauso ist es mit Christi Himmelfahrt.
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