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Predigten
(Fremd-)Sprachen der Zuneigung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kathrin Frowein   
Freitag, den 13. September 2013 um 19:46 Uhr

Liebe Brüder und Schwestern,

 

meine einprägsamsten Erlebnisse mit fremden Sprachen hatte ich bei den Böhmischen Brüdern. Gleich nach dem Vikariat bin ich für drei Jahre nach Tschechien gegangen, als Pfarrerin in Cheb, früher Eger; dort sind ja fast keine Deutschen mehr, die sind vertrieben worden, mit ganz wenigen Ausnahmen;

 

und ich sollte dort Besuche machen, Kinderbibelstunden halten, Gottesdienste vorbereiten, predigen, Pfarrersarbeit eben, alles auf Tschechisch, und ich konnte kein Wort.

 

Ich kann mich so gut einfühlen in die Spätaussiedlerkinder aus Russland, wie verloren man sich fühlt in einem Meer aus unverständlicher Sprache;

 

immerhin konnte ich mich verständlich machen. Die Tschechen können ja meistens Deutsch. Sie konnten mich sozusagen besuchen auf meiner Sprachinsel, mir zuliebe auf meine Sprache umsteigen;

 

und mit der Zeit kam dann Stufe zwei. Ich hab mich eingehört - also zunehmend mehr verstanden. Mehr verstanden, als ich selber reden konnte, und vor allem: mehr verstanden, als mir die Tschechen zugetraut haben. Da hab ich mancherlei gehört, das nicht für meine Ohren bestimmt war;

 

und dabei auch mal manches gehört, was mich sehr berührt hat.

 

An eine Gebetsgemeinschaft erinnere ich mich, da fiel, -wie vorher auch schon immer mal wieder - , mein Name, aber jetzt hab ich verstanden, was mein Kollege da gesagt hat. „Dekujeme ti za Kathrin!“, hat er gesagt, er hat Gott gedankt dafür, dass ich da bin.

 

Ich war sehr gerührt.

 

Auf Deutsch gesagt hat er mir das nie.

 

Die dritte Stufe hab ich dann nicht mehr erreicht -

wo ich hätte selbstverständlich hinüber- und herüber hätte wechseln können von einer Sprache in die andere; es blieb bei „Sprachinsel-Besuchen“ dabei, dass ich immer mal nicht ganz das hab sagen können, was ich sagen wollte, sondern das sagen musste, was ich sagen konnte -

 

Aber schon das hat uns einander viel näher gebracht, als wenn ich auf meiner Sprachinsel hocken geblieben wäre. Das kennen Sie von Urlaubsreisen, schon ein paar Sätze in der Landessprache verändern den Kontakt, vom Touristenverkaufskontakt zu etwas mehr Herzlichkeit.

 

Und so einen ähnlichen Prozess durchläuft auch jede Freundschaft und erst recht die Liebe. Die Partner sprechen oft erstmal verschiedene Sprachen und müssen sich erst annähern, vielleicht sogar mühsam die Sprache vom anderen lernen, wenigstens stückerlweise - und hier meine ich nicht die Landessprache, sondern die Sprache der Liebe.

 

Das ist eine Theorie aus den achtziger Jahren von Gary Chapman -

dass es mehrere Arten gibt, seine Zuneigung auszudrücken und auch sie so zu erfahren, dass man sie gut spüren und annehmen kann, fünf davon hat er beschrieben.

 

1. Lob, 2. Zeit (für den anderen/für sich), 3. Geschenke, 4. Hilfsbereitschaft, 5. Zärtlichkeit.

 

Eine davon liegt einem am meisten, jedem eine andere.

In der kann man selber am leichtesten seine Zuneigung ausdrücken,

in der spürt man Zuneigung vom anderen am deutlichsten;

 

das ist dann die eigene Muttersprache der Zuneigung.

 

Die Muttersprache der Liebe.

 

Und wenn der Partner/ die Partnerin eine andere Muttersprache der Liebe hat - und das ist relativ wahrscheinlich, zwischen zwei grundverschiedenen Menschen, am Ende auch noch Mann und Frau -

 

dann kann der eine vielleicht noch so viel Hingabe, Zuwendung, Liebe zeigen - der andere kriegt es gar nicht mit. Geschweige denn, dass er es verstehen und vielleicht sogar beantworten würde.

 

Das klassische Beispiel haben Sie alle vor Augen und/oder im Ohr, sie dreht sich vor dem Spiegel und seufzt: „Ich passe nicht mehr in Größe 36.“

 

Was will sie jetzt hören?

Vielleicht ist das eine Beziehungsaussage, sie sehnt sich danach, dass er sagt, „Schatzi, ich liebe an dir jede Kurve.“

 

Vielleicht.

 

Vielleicht sehnt sie sich auch danach, dass er sagt, „Schatzi, lass uns einen Kurs machen in veganem Kochen.“

 

oder einen Tanzkurs.

 

Dahinter steckt in der Sprache der Liebe die Sehnsucht, dass er Zeit mir ihr verbringt. Zeit zu zweit.

 

Ob sie sich nach einem schlichten pragmatischen Rat sehnt, das weiß ich nicht: „meld dich im Fitneß an und iss nicht so viel!“

 

Meine Lebenserfahrung sagt mir aber: die Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie genau so einen Rat kriegen wird, und er wird sich sehr liebevoll dabei fühlen, denn das ist seine Sprache der Liebe: die Hilfsbereitschaft. Wenn sie dann grantig wird, wird er ratlos sein und fragen, was regst du dich denn so auf? ich wollte dir doch nur helfen.

 

Das Gegenbeispiel erlebt man vielleicht beim Hausbesuch zur Goldenen Hochzeit, wenn die Jubelbraut dankbar sagt, seit fünfzig Jahren schenkt er mir jeden Samstag einen Blumenstrauß. Und die Augen leuchten und sie drückt seine Hand - und er zwinkert mir zu und lacht. Er hat ihre Sprache der Liebe entdeckt - Geschenke - und versteht sie und spricht sie auch. Bingo.

 

Denn die Sprache der Liebe, der Zuneigung, das ist durchaus nicht nur ein Thema für Hochzeiten und für Jungvolk, im Gegenteil -

 

aus der Aufgabe, zu lieben, wächst man ja schließlich nicht raus mit dem Alter. Im Gegenteil.

 

Je älter man wird, desto öfter fragt man sich doch wahrscheinlich drei Dinge: rückwärts bezogen, auf die Vergangenheit: „hat sich die Mühe gelohnt?“ Bezogen auf die Gegenwart fragt man sich: „wozu bin ich da?“ und wenn man in die Zukunft schaut, will man sicher sein, dass man immer mal wieder glücklich sein wird, schöne Momente erleben wird und zufrieden sein kann.

 

Alles verändert sich immer wieder, es wird ganz bestimmt nicht einfacher; der berufsbezogene Rhythmus aus Distanz und Nähe geht verloren, die Aufgaben im Haushalt und in der Freizeit verteilen sich möglicherweise neu, der Bekanntenkreis muss neu aufgebaut werden, und man braucht immer neue Strategien, um auch komplizierte Strukturen zu meistern - und muss doch weiter das Interesse am Mitmenschen pflegen.

 

Am schlimmsten ist wahrscheinlich immer der dran, der das Gefühl hat, sein Tun und Lassen hat für niemanden mehr Bedeutung.

 

Und der wichtigste Schutz vor diesem Bedeutungsverlust ist ein Ehepartner, am besten einer, der die eigene Sprache der Liebe versteht und sie spricht, um Resonanz zu erzeugen,

 

dieses Gefühl, verstanden zu werden und akzeptiert und respektiert - eben geliebt. wie mit zwanzig. oder mit fünf.

 

Diese Sehnsucht hat Gott in uns angelegt, uns geliebt zu fühlen, von noch irgendeiner anderen Person als uns selbst.

 

Über kaum ein Thema kursieren so viele Witze wie über alte Ehepaare.

 

Am bekanntesten vermutlich der mit den beiden Semmelhälften, oben und unten; und die schöne Frage ans Goldene Hochzeitspaar, ob man nie an Scheidung gedacht hat in all den Jahren, und sie sind sich einig, an Scheidung nie, aber oft an Mord;

 

mein Lieblingswitz korrespondiert mit der Empfehlung, durch Candlelightdinner bei Sekt und stimmungsvoller Klaviermusik im teuren Restaurant die Leidenschaft am Leben zu halten. Ein Goldenes Jubelpaar berichtet also, dass es seine fünfzig Ehejahre dieser Gewohnheit verdankt, tatsächlich? ja! wir gehen jede Woche! er immer dienstags, sie donnerstags!

 

Am Traualtar versprechen sich die Paare, dass sie sich lieben und achten und ehren und sich die Treue halten, so lange sie leben. Sie holen sich Gottes Segen dazu; und beim Segen geht es nie nur um die Besiegelung bereits erfahrenen Glücks, sondern immer auch um den wirkmächtigen Zuspruch von Zukunft. Grade der Segen am Hochzeitstag bezieht immer die nächste Generation und zukünftigen Nachwuchs mit ein.

 

Und dann wird es oft so haarig und schwierig und wortkarg und tränenreich; nicht zuletzt auch deshalb, weil wir meinen, im Beruf ist es logisch, da muss man sich reinhängen und sich anstrengen - aber privat dann, in der Familie, der Partnerschaft, da will man auftanken, und da soll sich doch am besten alles leicht und glücklich anfühlen.

 

Und wir vergessen, dass der Partner, die Partnerin die erste Berufung ist - mit dem sind wir im Idealfall noch lange zusammen, wenn längst alle Kinder groß sind, und idealerweise auch dann noch, wenn der Beruf schon Geschichte ist.

 

Die Hochzeit mit dem großen Gottesdienst und dem feierlichen Trauungssegen macht es deutlich: hier, an der Seite des Partners, der Partnerin, da hab ich zuallererst meinen Platz -

 

und der Beruf darf ruhig wichtig sein. Darf viel Zeit beanspruchen, das bleibt gar nicht aus, vor allem, wenn jemand Karriere will und Verantwortung und viel Engagement. Er darf nur nicht die Erstverantwortung, die Erstberufung verdrängen und schon gleich gar keine Flucht sein aus dieser Erstverantwortung.

 

Und diesen Wunsch, geliebt zu werden - den hat offensichtlich auch unser Gott. Er hat uns geschaffen, als Gegenüber - um wen zu haben, den er lieben kann. Und Gott liebt in allen Sprachen der Liebe - in welcher spüren Sie ihn am deutlichsten? Sehnen Sie sich nach Zeit zu zweit, mit ihm alleine? nach seiner Hilfe? schwelgen Sie in Dankbarkeit für seine Geschenke, dürsten Sie nach seiner Anerkennung? Brauchen Sie vor allem den Segen, die Zärtlichkeit Gottes, seine innige Nähe? In welcher Sprache lieben Sie ihn?

 

Und wann haben Sie beiden das letzte Mal gesagt, wie sehr Sie ihn und sie lieben - Ihrem Gott, Ihrem Ehemann, Ihrer Ehefrau - und zwar in allen Sprachen der Liebe, damits der/die andere auch ganz sicher versteht?

 

Legen Sie sich was zurecht - jetzt gleich, und setzen Sie´s am besten noch heute um in die Tat. Beides.

 

 

 

 
Privatgrund Gottes PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kathrin Frowein   
Samstag, den 31. August 2013 um 15:22 Uhr

Liebe Brüder und Schwestern,

 (Gen 28, 10-19a)

stellen Sie sich vor, Sie sind mit Rucksack und Zelt unterwegs.

Sie brauchen einen Schlafplatz, finden zum Glück eine brauchbare Wiese, können ihr Nachtlager aufschlagen und im Schein von Taschenlampen sogar noch eine Kleinigkeit essen.

 

Erst am Tag drauf beim Aufstehen entdecken Sie dann das Schild: Privatgrundstück.

 

Und willkürlich kriegt man doch sofort ein ungutes Gefühl und schaut sich um nach einem Grundstücksbesitzer, nach einem riesigen Hund vielleicht, und man packt sein Zeug zusammen und schaut, dass man weiterkommt.

 

So ähnlich muss das bei Jakob gewesen sein, der auf Wanderschaft war; abends hat er sich irgendwo hingelegt, mit einem großen Stein zum Schutz vor wilden Tieren in greifbarer Nähe, und nachts hat er dann eine Erscheinung gehabt.

 

Eine Vision mit einer großen Treppe und Engeln, die dran rauf- und runtersteigen... Und aus der wurde ihm deutlich, er ist hier beileibe nicht im Niemandsland ist, im rechtsfreien Raum -

 

sondern an einer heiligen Stätte, auf Privatgrund Gottes sozusagen, und dass er mit seinem privaten Schicksal, samt dem ergaunerten Erstgeburtssegen und den Verheißungen, Bestandteil eines großen göttlichen Plans ist, der weit über seinen beschränkten kleinen Horizont rausgeht.

 

Und so ähnlich auch wir modernen Menschen hier und heute:

 

wir stehen ja gefühlsmäßig doch im Zentrum unseres eigenen kleinen Universums, gestalten unser Leben und und unser Umfeld; und ob einer dann an Gott glaubt oder nicht, das scheint wie eine Option, die man dazuschalten kann oder auch nicht.

 

Von wegen.

 

Mit einer Geschichte wie der von Jakob und der Treppe vom Himmel zur Erde können uns die Augen aufgehen: unser Lebensgrund gehört uns nicht und ist auch kein Niemandsland.

 

Ob wir es glauben oder nicht: Wir leben mitten in einem Privatgrundstück Gottes. Der Boden, auf dem wir stehen, ist heilig, und der Mensch mit seinem kleinen persönlichen Schicksal ist einsortiert in die Pläne Gottes.

 

- nicht im Sinne einer festgeklopften individuellen Vorsehung - sondern in dem Sinn, dass jeder von uns, unabhängig von Einzelschicksalen und moralischer Integrität (oder auch Fragwürdigkeit), einen Platz hat in Gottes großen Plänen mit seiner Welt.

 

Und genau wie Jakob erschrickt, ist das auch für uns erstmal durchaus ein Grund zum Erschrecken.

 

Da steht der Himmel offen und die Engel wandern auf der Treppe rauf und runter; und die bringen nicht den Himmel auf Erden zu Jakob - sie könnten ihm ja zum Beispiel die schmerzlose Tilgung seiner Schuld bescheren, oder dass der Krach mit dem großen Bruder beigelegt ist oder ihm sonstwelche geheimsten Wünsche erfüllen.

 

Das schreiben wir ja Engeln gerne zu; da gibts dann den Engel der Zärtlichkeit und den Engel der Freundschaft und den Engel der Heilung und den Engel der Versöhnung und ichweißnichtwas... Anselm Grün zum Beispiel hat da viel drüber geschrieben...

 

aber die Engel in Jakobs Vision erlösen ihn nicht.

Sie lösen überhaupt keins von seinen Problemen, die Probleme und seine Befindlichkeiten spielen da gar keine Rolle.

 

Die Engel sind ausschließlich dazu da, ein Bewusstsein für die Gegenwart Gottes zu schaffen. Sie überbrücken mit ihrem Rauf- und Runterwandern auf der Treppe die Distanz zwischen Himmel und Erde, sie zeigen dem Jakob im Schlaf die Verbindung zwischen der Herrlichkeit Gottes und der manchmal einfach doch sehr schweren Welt.

 

Ich hab auch schon Engel verschenkt. Wenn jemand ins Krankenhaus kam oder zum Geburtstag. Menschen möchten heil durchs Leben kommen, und wir brauchen Objekte für unsere Angst und für unsere Sehnsucht, da bieten sich Schutzengel scheinbar an.

 

Bei vielen Menschen ist so ein Objekt in einer ähnlichen Funktion wie ein Schutzengel - das eigene Haus. Die eigenen vier Wände, am besten eins, wo man einmal außen rum gehen kann, das der Familie Heimat geben soll, vielleicht sogar über Generationen hinweg. Dafür nehmen Menschen oft unglaubliche Entbehrungen auf sich. (auch für den Garten!)

 

Für andere ist das Objekt der Sehnsucht ein Ehering.

Oder ein bestimmtes Schmuckstück, ein Stein, ein Glücksbringer oder eben auch eine Engelsfigur; wir suchen nach Kräften, die Schutz garantieren,

 

und es tut uns gut, wenn wir uns hinweisen lassen auf Gottes Macht, seine Präsenz und darauf, dass wir auf heiligem Boden stehen und Bestandteil von Gottes Plan sind. Aber es wird uns nicht gelingen, uns der Mächte Gottes zu versichern. Sie einfangen, sie garantieren zu wollen. Engel sind immer nur Hinweise auf Gott und was wir an Wirkung spüren mögen, das ist Gottes Wirken - nicht das der Engel.

 

Ein Engel ohne Gott und ohne den Glaubenan Gott, er sei aus Silber oder Edelsteinen und auch noch so gut gemeint, ein Engel ohne Glauben und ohne Gottes Wirksamkeit ist wie ein Ehering ohne Ehe,

 

ein figürlicher Gegenstand ohne Wirkung und ohne Bedeutung.

 

In Jakobs Vision dagegen, da berühren sich Himmel und Erde, da öffnet sich das Tor zum Himmel;

 

und für uns? Wir glauben an Jesus Christus. Dass der Heilswille Gottes nicht mehr einem Volk gilt, sondern jedem und jeder von uns individuell,

 

dass sich im Glauben, im Herzen jedes einzelnen das Entscheidende tut zwischen Gott und dem Menschen.

 

Das Tor des Himmels steht für die Christen deshalb nicht mehr offen über dem Tempel in Jerusalem oder dem Berg Sinai oder in Haran, sondern der Himmel steht offen über jedem einzelnen menschlichen Herzen.

 

Hier steigen die Engel auf und nieder, hier berühren sich Himmel und Erde. Und so wie Jakob einen Stein aufrichtet und Öl drübergießt und auf die Weise eine Kultstätte schafft, so ist auch jeder und jede von uns geweiht zur Kultstätte - durch die Taufe.

 

Und für unser Herz gilt, was Jakob zum Ort der Vision von den Engeln sagt: Fürwahr, der HERR ist an dieser Stätte, und ich wußte es nicht! 17 Und er fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.

 

Wenn diese Geschichte aus dem Neuen Testament wäre, würde es jetzt um Lebensveränderung gehen. Dass Jakob sich bekehren, seine Schuld bekennen und gutmachen soll, dass sein Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist und sein Herz, genau wie unseres, mit Leib und Seele ein Privatgrundstück Gottes.

 

Und dem Jakob geht es ja überhaupt nicht gut an diesem Punkt der Geschichte. Das Erstgeburtsrecht hat er seinem Bruder für einen Teller Linsensuppe abgekauft, und den Segen seines blinden alten Vaters hat er sich mit Hilfe seiner Mutter Rebekka ergaunert durch eine List mit dem Lammbraten und dem Ziegenfell.

 

Jetzt ist sein Bruder stocksauer und Jakob ist auf der Flucht, und das wird auch die nächsten vierzehn Jahre so bleiben.

 

Jakob ist also wunschgemäß ausführlich gesegnet worden; und dieser Segen wirkt auch, das hat sein Vater Isaak ja selber gesagt.

 

Esau war ja heimgekommen, kurz nachdem der Vater den Jakob gesegnet hatte, und Esau hat gesagt, Vater, mich sollst du segnen, kannst du den anderen Segen, den an den Jakob, nicht rückgängig machen? Oder hast du noch einen anderen Segen?

 

Und Isaak hat gesagt, ich kann keinen Segen zurücknehmen, der ist jetzt wirksam, so wie es ist. Esau hat doch eigentlich Pech gehabt, und Jakob Glück.

 

Aber jetzt liegt er da, der Jakob - reich gesegnet - und findet doch keinen Frieden. Er liegt im Dunkeln, niedergeschlagen, den Kopf auf einem Stein, und im Herzen Angst vor dem Bruder und vor den wilden Tieren.

 

Und dann auch noch auf Privatgrund Gottes, wo ihm vermutlich siedendheiß bewusst wird, dass er einmal Rechenschaft wird ablegen müssen für sein Leben und dass das Erbe des Vaters allein noch keine Garantie dafür ist, dass sein Leben gelingt -

 

sondern Leben gelingt nur da, wo das passiert, was sich Gott vorstellt, da wo Gottes Pläne verwirklicht werden, ganz egal, was das für den Einzelnen zunächst bedeutet.

 

Jesus Christus hat uns das vorgelebt - ein zunächst mal entsetzliches Einzelschicksal als Bestandteil des göttlichen Planes brachte das Heil für die ganze Welt -

 

und genauso ist auch der Segen für den Jakob tatsächlich erstmal kein Grund zur individuellen Zuversicht für den Jakob, nach dem Motto: „mach nur, Jakob, es wird alles gut“. Im Gegenteil.

 

Sein göttlicher Plan ist Gott wichtiger als die Frage, ob der Jakob ein Betrüger ist, und der Jakob ist nur eine Zwischenstation auf dem Weg der Erfüllung göttlicher Zusage -

 

denn das, was Gott da dem Jakob verspricht, das hat er fast wortgleich vorher dem Abraham schon versprochen, und Jakob erbt jetzt sozusagen diese Verheißung.

 

Jakob merkt bei der Vision mit der Treppe vom Himmel zur Erde, dass er Bestandteil eines gigantischen göttlichen Planes ist, und dass das viel wichtiger ist als sein kleines familiäres System

 

mit den Rivalitäten mit seinem Bruder und dem alten Vater und dessen Erbschaft - Jakob versteht, dass er in einem viel größeren Zusammenhang steht, als er dachte.

 

das ist ja eine Wellenbewegung aus abwechselnder Bindung und Ablösung, die sich durch das ganze Leben zieht:

 

Am Lebensanfang ist jeder Mensch im Bauch seiner Mutter erstmal ein Teil von ihr. Ihr Körper, ihr Organismus ist seine Welt. Totale Bindung - Symbiose.

 

Wissenschaftler sagen, dass Babies auch noch eine ganze Zeitlang nach der Geburt sich selbst als ein Teil der Mutter, die Mutter als einen Teil von sich selbst erleben, eine Einheit.

 

Erst allmählich verstehen die Kinder: hier bin ich und du bist dort, das ist etwas anderes - du und ich, das ist zweierlei.

 

Im nächsten Schritt weitet sich dann der Blick noch eins mehr und das Kind erkennt: ich bin zwar nicht ein Teil meiner Mutter.

 

Aber ich bin ein Teil einer Gruppe, meiner Familie, es gibt Menschen, die gehören fest zu mir dazu. Bonding, das ist im Idealfall wieder eine starke Bindung. Man sagt ja, zum Aufziehen von Kindern braucht es ein ganzes Dorf.

 

Später, bis zu den Teenagerjahren, wieder die Gegenbewegung: ich löse mich von meiner Familie. Ich muss selbständig werden.

 

Idealerweise harmonisiert sich das dann später wieder etwas, die Familie findet mit den erwachsenen Kindern neu zusammen, man fühlt sich füreinander zuständig und geht auf Augenhöhe miteinander um.

 

Irgendwann dann sterben die Eltern.

 

Das Herz muss sich wieder neu einstellen: ich hab jetzt keine Generation mehr über mir. Muss mich lösen. Aber ich kann trotzdem zurechtkommen, ich bin groß und stark.

 

Später dann vielleicht wieder mehr Abhängigkeit, wenn man Unterstützung braucht, auch das muss man erst wieder zulassen können. Vielleicht neu lernen.

 

Eine lebenslange Wellenbewegung aus Bindung und Ablösung.

 

Und zugleich kann und soll der Mensch ein Leben lang immer wieder, immer wieder auf neue Weise, je nach biografischem Standpunkt, wissen: ganz allein und losgelöst bin ich nie.

 

Ich hab immer meinen festen Ort in der Vorsehung Gottes, bin immer Bestandteil seiner Pläne und eine Zwischenstation für seine Verheißung; - ob ich es glaub - oder nicht.

 

Über meinem Herzen steht der Himmel offen, der Grund meines Lebens ist immer Privatgrund Gottes.

 

Da gehöre ich hin, daraus ergibt sich der letzte Sinn meines Lebens; und wichtig ist nicht, dass ich in jedem Moment meines Lebens das kriege, was ich mir grade wünsche, sondern wichtig ist letzten Endes vor allem, dass Sein Wille geschehe. Amen.

 
So herzlich, wie wir tatsächlich sind PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kathrin Frowein   
Donnerstag, den 29. August 2013 um 10:27 Uhr

Liebe Brüder und Schwestern,

 

als Kind hab ich gern Heiligenlegenden gelesen und fand dann, auch ich selbst sollte unbedingt was aus meinem Leben machen.

 

Eine Heilige zu werden würde mir nicht gelingen, so selbstkritisch war ich als Kind schon;

 

trotzdem dachte ich, ich sollte etwas Besonderes werden, was „Ausgezeichnetes“ im wahrsten Sinne des Wortes

 

- also was, wofür man dann vielleicht einen Orden kriegt.

Das Bundesverdienstkreuz.

Oder eine Medaille, „München leuchtet“.

Oder dass eine Straße oder ein Weg mal nach mir benannt wird.

 

Damit ich sicher bin: ich hab´s richtig gemacht mit meinem Leben, ich habs nicht verschwendet, verbummelt, sondern ich hab sozusagen die Prüfung bestanden.

 

Leider hab ich es dann nur bis zur Siegerurkunde bei den Bundesjugendspielen gebracht - ein Mal (!) -

 

und auch abgesehen davon bin ich im Lauf der Zeit etwas skeptisch geworden, obs die richtige Instanz ist, die die Orden verleiht. Ob das die Instanz und das Kriterium ist, die entscheiden kann, ob ich richtig gelebt habe oder nicht.

 

Im Sport ist es ja etwas einfacher, zugleich wahnsinnig eindrücklich. Da hat ein Athlet oder eine Mannschaft ewig lang - Monate, Jahre, noch länger - hintrainiert auf einen Punkt, einen Wettkampf, ein Spiel oder eine Meisterschaft;

 

dann bringt er oder sie die Leistung, die Mannschaft gewinnt ihre Spiele, gewinnt die Medaille oder den Pokal - und ein Ziel ist erreicht.

 

Ein großes Ziel, es war ein weiter Weg bis dahin.

Von den Anfängen vielleicht schon in Kindertagen, mit erstem Training, über erste Erfolge, dann steinige Perioden mit Rückschlägen und Niederlagen, sich immer wieder neu aufrappeln und weiterkämpfen, stärker werden, über sich hinauswachsen -

 

und am Ende die Nationalfahne um die Schultern legen und eine Ehrenrunde im Stadion drehen, sich bejubeln lassen und am Ziel sein.

 

Beim Sport ist es halt ein Ziel, das in der Person des Sportlers und in der eigenen Mannschaft, dem eigenen Verein begründet ist.

 

Von wem ist der Auftrag? Von Jesus nicht. Der Leib ist zwar ein Tempel des Heiligen Geistes. "Wisst ihr nicht, dass euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euer selbst seid?" (1.Kor. 6,19)

Aber Gott verlangt nicht von uns, den Körper zu optimieren um seiner selbst willen, um die Leistung zu steigern, aus Spaß an der Leistung als solcher.

 

Ich vergleichs mal mit ganz was anderem - unserem Stand am Straßenfest. Rund achtzig Ehrenamtliche brauchen wir, um unseren Biergarten auf dem Parkplatz drei Tage lang zu bewirtschaften.

 

Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir die zusammenkriegen, dass sich genug Leute bereiterklären, Standdienst zu übernehmen und auf- und abzubauen und Salate und Kuchen zu stiften usw.

 

Warum machen es die Leute? Ich nehme an, sie identifizieren sich so weit mit der Kirche - kath und ev - , dass sie ihre Zeit zur Verfügung stellen.

 

Oder bei den anderen Vereinen, die Helfer identifizieren sich mit dem Zweck, und drum machen sie mit, und identifizieren sich dann auch ein Stück mit dem Erfolg. Ein Ertrag, der nur mittelbar, wenn überhaupt, ihnen zu gute kommt -

 

allenfalls kommt dem einzelnen Mitarbeiter eben die Anerkennung zugute, die Wertschätzung durch die Leute, die sagen, Mensch, Zeit ist es geworden, dass evangelische und katholische das gemeinsam machen, ich find das gut, ich unterstütze das.

 

Mit dem heutigen Evangelium geht Jesus über solches Engagement meiner Meinung nach nochmal raus.

 

Wenn du aber Almosen gibst, so lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4 damit dein Almosen verborgen bleibe; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.

 

Damit ist denke ich noch mehr gemeint als heimliches Spenden oder dass man bescheiden abwehrt, wenn sich jemand für den eigenen Einsatz bedankt.

 

Die linke Hand soll nicht wissen, was die rechte tut - damit ist, glaub ich, eine Lebenshaltung gemeint, da identifiziert sich einer so sehr mit dem Helfen, mit dem Für-andere-Da-sein, dass er es selbst gar nicht mehr merkt, wenn er uneigennützig handelt.

 

Geschweige denn, dass er sich was drauf einbilden würde oder das eigene Selbstbild drauf gründen, dass er der Stärkere ist und in der Lage, andere zu unterstützen.

 

Da ist Gottes Auftrag, einander beizustehen, so sehr mit dem eigenen Wunsch und Willen verschmolzen, dass sich derjenige gar nicht mehr überlegt, setz ich mich jetzt ein oder nicht? sondern ohne nachzudenken, packt er einfach an.

 

Es war am Ende vom Straßenfest, einem der letzten paar Straßenfeste, Sonntag, spätabends. Wir hatten abgebaut, zum Glück waren kräftige Helfer dabei, die hatten die schweren Brocken gestemmt - und eigentlich gibts da ja nur schwere Brocken, beim Abbau. Ich denke, allen taten die Füße weh und der Rücken und die T-Shirts klebten, Augen und Beine waren schon schwer;

 

und jetzt war unser Parkplatz aufgeräumt, grad holte die Fa Altinger mit dem Gabelstapler die Kühlschränke ab; gleich ist es geschafft, alle Helfer gehen heim und ich kann endlich die Füße hochlegen.

 

Ringsum waren noch nicht alle so weit wie wir.

Ich hab schon gesehen, aus den Augenwinkeln, am Nachbarstand kämpften grad zwei Frauen ziemlich einsam mit den Häringen und den Stangen;

 

die hatten mich in den Tagen davor schon genervt, weil sie halt zu wenig Leute waren für das, was mit so einem Stand am Straßenfest zu bewältigen ist, und dann hätten sie immer von uns Hilfe haben wollen.

 

Wir hatten aber doch selber alle Hände voll zu tun, ich wollt eigentlich nicht auch noch bei den Nachbarn mit anpacken müssen. Es hat mir so schon gereicht.

 

Und eh ich das richtig zu Ende gedacht hatte, da jetzt nachts am Parkplatz, löste sich einer aus unserer Gruppe und ging selbstverständlich rüber zu denen -

 

um noch weit nach zehn, am Ende aller Kräfte und ohne dass auch nur irgendjemand darum gebeten hätte, mitzuhelfen, dass auch die fertig werden und jetzt endlich heimfahren können.

 

Das hat mich mehr beeindruckt als so mancher Stabhochsprung oder Tausendmeterlauf oder für was man sonst noch so eine Medaille kriegen kann.

 

Da hat sich einer über die Schmerzgrenze raus verausgabt - und nicht für sich selber, auch nicht nur für den eigenen Verein, in dem Fall unsere Gemeinde - sondern völlig selbstverständlich auch für den Nachbarn, der ihn doch eigentlich erstmal gar nichts angeht.

 

Fand ich toll.

 

Und natürlich hat das was, der Stärkere zu sein und helfen zu können. Ich bin auch gerne stark und großzügig und gönnerhaft, drum steh ich ja auf Orden und Medaillen. Eine von den Guten!

 

Aber Jesus will keine Festlegung haben, hier die Guten, die Starken, die Helfer und dort die Armen, die Opfer, die dankbar sein müssen, wenn sie demütig Hilfe annehmen dürfen.

 

Sondern jeder soll mal stark sein und jeder auch einmal der sein dürfen, der Hilfe annimmt.

 

Vor Gott sind wir alle Hilfeempfänger, und hier unter uns sollte es, denke ich, eher zugehen wie auf der Kinderwippe: mal ist der eine oben und mal der andere, wenn die Wippe immer gleich steht, machts keinen Spaß.

 

Idealerweise sind wir nicht festgelegt auf unsere Rollen, auf stark oder schwach.

 

Das wird im Pflegeheim immer so deutlich, wenn Menschen aus ihrem Leben erzählen - und in dem vielleicht schwachen, kranken alten Menschen im Lehnstuhl ganz ein anderer sichtbar wird, der mal was hat erleben und leisten können, der gelitten hat und geliebt und gelacht und vielleicht Bäume ausgerissen und Berge versetzt -

 

und der vielleicht jetzt Unterstützung braucht, Windeln, Hilfe beim Anziehen und beim Essen - der im Leben aber nicht immer nur schwach war und alt.

 

Und vor allem schauen auch alle anderen, auch alle Pflegerinnen und Pfleger und vielleicht die Kinder und Angehörigen, die heute vielleicht zum Helfen kommen und stärker sein können und großzügig -

 

auch die schauen in den Augen Gottes manchmal genauso alt aus und brauchen genauso viel Hilfe, und wenn ihnen Gott nicht die Kraft geben würde zu helfen, dann säßen sie neben den anderen Heimbewohnern im Lehnstuhl.

 

Drum sollen wir es nicht rumposaunen und uns was drauf einbilden, gar unser Bild von uns selbst drauf aufbauen, wenn wir mal stärker sind und anderen helfen können -

 

und drum können wir uns auch anschauen lassen, wenn wir schwach sind und Hilfe brauchen. Kein Grund, sich zu schämen.

 

Idealerweise sind wir von Menschen umgeben wie dem in der letzten Nacht auf dem Straßenfest, der selbstverständlich mit anpackt und hilft.

 

Jetzt muss ich doch noch was aus dem Urlaub erzählen;

wir hatten eine Ferienwohnung und haben uns mit den Nachbarn den Balkon geteilt. Zwischen deren und unserer Hälfte war eine Bretterwand, Latten in zwei Schienen eingefädelt, so dass man einander zwar hören, aber nicht sehen konnte.

 

Wir hatten nette Nachbarn.

 

Ich fand die Bretterwand trotzdem nicht schlecht.

Und zwar nicht, weil ich vielleicht nicht neugierig gewesen wäre und die anderen nicht hätte sehen wollen;

 

sondern weil ich mich selber nicht gerne anschauen lassen wollte.

Im Badeanzug eingezwängt in diese weißen Plastikstühlchen, was denken die anderen wohl?

 

was denken sie sich, wenn sie mitkriegen, dass auch ich nicht immer nur gut gelaunt bin, und meinen Mann manchmal anmaule und meinen Kindern nicht immer am Morgen als erstes die Spängchen ins Haar schiebe,

 

was denken die sich, wenn sie sehen, was bei uns am Frühstückstisch steht und wie schlampig wir die Handtücher ausbreiten zum Trocknen?

 

Wie gesagt, wir hatten nette Nachbarn.

 

Noch am Tag, als wir angekommen waren, begannen die Kinder, sich Briefchen durch die Bretterritzen zu stecken. Bald haben sie Spielsachen drunter durchgeschoben, irgendwann wurde das erste Kind drüber gehoben.

 

Der Herr Nachbar hat sachkundig festgestellt, dass man die Bretter nach oben aus der Führungsschiene rausmachen kann;

 

Tag für Tag wurde immer mal wieder eins rausgenommen; irgendwann konnten die Kinder allein drübersteigen.

 

Es war Vertrauen gewachsen, vor allem bei mir - dass mich die anderen ruhig anschauen dürfen. Sie tun mir nichts.

Hier geht es nicht drum, eine Prüfung zu bestehen oder eine Medaille zu gewinnen.

 

Sie werden mich auch dann noch respektieren und mögen, wenn sie sehen, dass ich auch Schundliteratur lese im Urlaub; und mal werden sie beobachten, wie ich meine Kinder anraunze, mal werde ich sehen, wie sie die ihren anknurren,

 

mal werden wir die Freaks sein in ihren Augen, und mal werden wir uns ein wenig wundern. Wie auf der Kinderwippe - mal der eine merkwürdig, mal der andere, mal der eine stärker, mal der andere.

 

Albert Schweitzer hat geschrieben: „Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir nicht wagen, uns so herzlich zu geben, wie wir sind!“

 

Unser Bild vom Mitmenschen und unser guter Wille soll mit Gottes Willen und seinem wohlwollenden Blick auf die Menschen so sehr eins werden, wie es Jesus vorgelebt hat.

 

Dann haben wir es weder nötig, uns voreinander zu verstecken noch unsere Stärken auf dem Silbertablett vor uns herzutragen; und wenn jemand unsere Hilfe braucht, dann denken wir gar nicht lang drüber nach -

 

dann langen wir hin und helfen, und zwar durchaus manchmal auch über die eigenen Schmerzgrenzen weg. Mal der eine, mal der andere. Wir wagen, uns so herzlich zu geben, wie wir wirklich sind;

 

... und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.

Amen.

 

 
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